Finanzen, Wirtschaft und Infrastruktur

Herausforderungen

Dietzenbach steht vor großen finanziellen Herausforderungen: überdurchschnittlich hohe Sozialausgaben, geringe Einnahmespielräume, strukturelle Defizite, steigende Personalkosten sowie dringende Zukunftsinvestitionen. Gleichzeitig steigen Anforderungen an Digitalisierung, Klimaanpassung, Bildung, Mobilität und Sicherheit.

Die größten Herausforderungen sind:

  • Strukturell belasteter Ergebnishaushalt; hohe gesetzliche Pflichtausgaben.
  • Steigende Sozialtransfers und Personalkosten; Risiken durch Energie- und Baukosten.
  • Begrenzte Investitionsspielräume bei hohem Modernisierungsbedarf (Schulen, Kitas, Straßen, Digitalisierung, Stadtentwicklung).

Unsere Grundprinzipien

  • Keine weitere Erhöhung der Grundsteuer B; Haushaltsstabilisierung durch Wachstum statt Belastung.
  • Gewerbesteuerbasis verbreitern durch Ansiedlungspolitik und florierende Betriebe – nicht durch Hebesatz-Politik.
  • Transparenz und Priorisierung: Investitionen nur bei klarer langfristiger Wirkung; digitales Haushaltscockpit und zeitnahe Jahresabschlüsse.
  • Effizienzsteigerung in der Verwaltung durch Digitalisierung, Prozessoptimierung und interkommunale Kooperationen.
  • Konnexitätsprinzip wahren: Pflichtaufgaben von Bund/Land müssen angemessen gegenfinanziert werden.

Wirtschaftsstandort stärken

  • Aktive Ansiedlungspolitik für Zukunftsbranchen (Technologie & Digitalwirtschaft, Handwerk, Gesundheit/Life Sciences, Ausbildungszentren, nachhaltige Dienstleistungen).
  • Gewerbeflächen modernisieren, erweitern und vermarkten; brachliegende Flächen reaktivieren.
  • Unternehmensservice digitalisieren, Genehmigungen beschleunigen; Kooperation mit Gewerbeverein, IHK, Start-ups und Mittelstand.
  • Start-up-Förderung (Inkubatoren, Co‑Working, Startup‑Zentrum) ausbauen.

Rechenzentren: Chance mit klaren Grenzen

Rechenzentren nur bei echtem Mehrwert: Abwärmekonzept (Fernwärme), nachhaltige Energielösungen, PV/Speicher.

  • Netzausbau und Anschlusskosten nicht zulasten der Bürgerinnen und Bürger.
  • Klare Standortvorgaben (Schutz von Wohngebieten) und verlässliche Gewerbesteuerrelevanz.

Geordnete Entwicklung statt wildes Wachstum

Verwaltung modernisieren

Digitale Antrags‑/Genehmigungsprozesse ausbauen, Self‑Service‑Portale, Prozessautomatisierung.

KI‑gestützte Dokumenten‑/Aktenablage dort, wo datenschutzkonform und sinnvoll.

  • Interkommunale Kooperationen (IT, Bußgeldstelle, Vergabe) zur Kosten- und Qualitätsverbesserung.
  • Ziel: weniger Kosten, mehr Leistung.

Mobilität und digitale Infrastruktur

  • Straßensanierungsstrategie; digitale Zustandsanalyse; sichere Schulwege.
  • Mehr Kreisverkehre statt Ampeln, wo sinnvoll; Ausbau von E‑Ladestationen.
  • ÖPNV: S2 zweigleisig verlängern Richtung Rödermark/Dieburg (alternativ Offenthal‑Anbindung prüfen); Direktbus Flughafen.
  • Moderne Haltestellen mit Echtzeitdaten; P+R; Radwegenetz ausbauen; Hopper wirtschaftlich optimieren.

Digitalisierung: Glasfaser, 5G, LoRaWAN; smarte Beleuchtung, digitales Parken, intelligente Verkehrssteuerung.

Investitionen mit Hebelwirkung

  • Investitionen müssen Folgekosten senken und Standortvorteile schaffen.
  • Smarte Stadttechnik (Beleuchtung, Sensorik, Meldesysteme) erhöht Sicherheit und Effizienz.
  • Modernisierung von Straßen/ÖPNV/Digitalnetz stärkt Wirtschaft und Einnahmeseite.