FDP Dietzenbach sagt Nein zu Symbolpolitik – Ja zu Fakten, Vernunft und Differenzierung

Mehr Fakten. Weniger Verbote.

Die FDP Dietzenbach lehnt den Pool-Grundsatzbeschluss ab und fordert belastbare Zahlen zu Wasserverbrauch, Alternativen und Verhältnismäßigkeit.

Der vom Magistrat eingebrachte Grundsatzbeschluss zu privaten Swimmingpools sorgt in Dietzenbach für Diskussionen und Stirnrunzeln. Die FDP-Fraktion Dietzenbach lehnt diesen Beschluss in der vorliegenden Form klar ab. Nicht aus Prinzip – sondern aus Verantwortung für Umwelt, Eigentumsrechte und die Zukunft unserer Stadt.

Worum geht es?

Der Magistrat schlägt vor, im gesamten Stadtgebiet die Errichtung privater Pools außerhalb der überbaubaren Grundstücksflächen grundsätzlich auszuschließen. Begründet wird dies unter anderem mit Wasserknappheit, Klimaschutz und steigender Zahl privater Pools.

Nach intensiver inhaltlicher Prüfung kommt die FDP-Fraktion zu einem klaren Ergebnis: Die Argumentation ist fachlich verkürzt, teilweise irreführend und nicht geeignet, eine so weitreichende Entscheidung zu tragen.

Wasserverbrauch: falsche Vergleiche, falsche Schlüsse

In der Vorlage wird der Wasserinhalt eines Pools mit dem täglichen Pro-Kopf-Wasserverbrauch verglichen. Dieser Vergleich ist aus Sicht der FDP nicht sachgerecht.

  • Fest installierte Pools werden einmal befüllt, das Wasser bleibt dauerhaft im Becken.
  • Der laufende Verbrauch beschränkt sich auf gelegentliches Rückspülen der Filter (nur bei Bedarf) und auf Verdunstung – insbesondere dann, wenn keine Abdeckung genutzt wird.
  • Ein jährlicher Komplettaustausch des Wassers findet bei diesen Pools nicht statt.

Wer hier mit Tagesverbrauchszahlen argumentiert, vermittelt ein verzerrtes Bild der Realität.

Energie: Technik von gestern als Maßstab von heute

Auch beim Thema Energie greift die Vorlage zu kurz. Die Realität in vielen Gärten sieht heute anders aus als noch vor Jahren:

  • Solar-Noppenfolien
  • Solarthermie-Lösungen
  • Wärmepumpen in Kombination mit Photovoltaik

Fossile Heizsysteme spielen bei privaten Pools kaum noch eine Rolle. Moderne, energieeffiziente Technik wird im Beschlussentwurf jedoch vollständig ausgeblendet.

Verlagerung statt Lösung

Ein pauschales Verbot fest installierter Pools löst kein Problem – es verlagert es:

  • Mobile Aufstellpools können faktisch nicht verboten werden.
  • Diese Pools werden häufig jede Saison neu befüllt und entleert.
  • Der Wasserverbrauch ist hier deutlich höher als bei dauerhaft installierten Anlagen.

Ein Beschluss, der ökologisch schlechtere Lösungen indirekt begünstigt, verfehlt sein eigenes Ziel.

FDP fordert Transparenz: Wie groß ist das Problem wirklich?

Der Magistrat spricht von einer Häufung von Anfragen und Befreiungsanträgen – konkrete Zahlen fehlen jedoch. Deshalb hat die FDP-Fraktion eine formale Anfrage eingebracht.

Parlamentarisch konsequent: Anfrage an den Magistrat eingebracht

Die FDP-Fraktion Dietzenbach hat zu diesem Thema eine umfassende Anfrage an den Magistrat gestellt. Ziel ist es, die Diskussion auf eine belastbare Faktenbasis zu stellen und die tatsächliche Relevanz privater Swimmingpools für den Wasserverbrauch in Dietzenbach transparent zu machen.

Abgefragt werden unter anderem:

  • die Anzahl fest installierter Außenpools im Stadtgebiet – heute und in der Vergangenheit,
  • deren realistischer jährlicher Wasserverbrauch,
  • der Vergleich mit anderen Wassernutzungen wie öffentlichen Schwimmbädern, Gartenbewässerung oder Sportanlagen,
  • sowie alle seit 2023 eingegangenen Anfragen und Befreiungsanträge, tabellarisch nach Anzahl, Poolgröße und Stadtteilen aufgeschlüsselt.

Erst auf Basis dieser Zahlen kann seriös beurteilt werden, ob ein politischer Handlungsbedarf besteht – und wenn ja, in welcher Form.

Für die FDP gilt dabei klar: Fakten vor Verboten. Verhältnismäßigkeit vor Symbolpolitik.


Klare Haltung der FDP Dietzenbach

Die FDP-Fraktion stellt klar:

  • Ablehnung des Grundsatzbeschlusses in der vorliegenden Form
  • Ja zu faktenbasierter, differenzierter und technikoffener Politik

Sollte es dennoch zu einem Beschluss kommen, fordert die FDP:

  • klare Unterscheidung zwischen festen und mobilen Pools
  • Berücksichtigung moderner Wasser- und Energietechnik
  • Einzelfallprüfung statt pauschaler Verbote
  • ökologische Bewertung auf Basis realer Nutzung, nicht theoretischer Annahmen

Standortpolitik mit Augenmaß

Dietzenbach steht im Wettbewerb mit anderen Kommunen um Familien, Bauherren und Fachkräfte. Neue Verbote ohne messbaren Nutzen schrecken ab – ökologisch wie wirtschaftlich.

Unser Anspruch als Freie Demokraten ist klar:
👉 Nachhaltigkeit durch Vernunft, nicht durch Verbotsreflexe.
👉 Klimaschutz mit Augenmaß – nicht auf dem Rücken engagierter Bürger.

Die FDP Dietzenbach steht für Freiheit, Verantwortung und Fortschritt – auch in der Kommunalpolitik.

👉 Bleiben Sie informiert. Diskutieren Sie mit uns. Gestalten wir Dietzenbach gemeinsam vernünftig und zukunftsfähig.

Beschlussvorlage der Stadt Dietzenbach