S2 verlängern ab Dietzenbach: Petition der FDP Dietzenbach

Die S-Bahn-Linie S2 endet bis heute in Dietzenbach. Damit endet eine zentrale Schienenverbindung mitten im Kreis Offenbach. Für eine wachsende Region mit starken Pendlerströmen Richtung Offenbach, Frankfurt und Darmstadt ist das ein klarer Standortnachteil.

Was tun wir als FDP Dietzenbach konkret dagegen?

Die Verlängerung der S2 und eine spürbare Verbesserung der Pünktlichkeit im Rhein-Main-Gebiet werden nicht von allein kommen. Sie brauchen politischen Druck, Transparenz und eine klare Prioritätensetzung. Genau hier setzt die FDP Dietzenbach an.

1. Start einer Petition

Wir haben eine Petition zur Verlängerung der S2 initiiert. Ziel ist es,

Die Petition richtet sich bewusst nicht nur an einzelne Institutionen, sondern an alle Verantwortlichen auf Landes-, Verbund- und Infrastrukturebene. Sie ist offen für Unterstützung aus allen Parteien und aus der Bürgerschaft.

2. Politischen Druck aus Dietzenbach erhöhen

Die FDP Dietzenbach wird den politischen Druck auf unseren Magistrat deutlich erhöhen, sich dieses Themas mit klarer Priorität anzunehmen.

Das bedeutet konkret:

Unser Anspruch ist klar: Dietzenbach darf bei der regionalen Schieneninfrastruktur nicht am Rand stehen. Eine S-Bahn, die mitten im Kreis endet, ist kein akzeptabler Dauerzustand. Wir wollen, dass unsere Stadt ihre Stimme erhebt – sachlich, konsequent und gemeinsam mit allen, die eine bessere Anbindung und einen verlässlichen Nahverkehr wollen.

Was ist bislang passiert!

Die Vorstudie ist seit 2020 abgeschlossen – und eindeutig

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) hat gemeinsam mit dem Kreis Offenbach, dem Landkreis Darmstadt-Dieburg und dem Land Hessen bereits im Jahr 2020 eine umfassende Vorstudie zur Verlängerung der S2 vorgelegt. Das Ergebnis ist klar:

Die Partner haben sich nach Abschluss der Vorstudie darauf verständigt, die nächsten Schritte einzuleiten.

Geplante nächste Schritte – aber keine Transparenz

Laut Pressemitteilung des RMV vom Dezember 2020  sollten folgende Schritte erfolgen:

Das Problem: Über den Stand dieser Schritte, über Ergebnisse der Vorplanung oder der Nutzen-Kosten-Untersuchung ist öffentlich wenig bis nichts bekannt. Kommunalpolitik und Öffentlichkeit wurden bislang nicht systematisch informiert oder eingebunden.

Sondervermögen Infrastruktur: Milliarden sind beschlossen

In 2025 hat der Bund ein umfangreiches Sondervermögen für Infrastruktur auf den Weg gebracht. Allein nach Südhessen fließen laut Berichterstattung 364 Millionen Euro Bundesmittel für Verkehrs- und Infrastrukturprojekte.

Diese Mittel sollen ausdrücklich dazu dienen,

Das Geld ist also grundsätzlich da. Auszugsweise wurde Folgendes beschlossen (Quelle: Google-Rechere):

Sondervermögen Infrastruktur in Hessen (Land)

Sondervermögen Infrastruktur (Bund/DB)

S-Bahn-Projekte im Rhein-Main-Gebiet

Die zentrale Frage für Dietzenbach: Was fließt in den Ausbau der S2?

Vor diesem Hintergrund stellt sich eine einfache, aber entscheidende Frage:

Welcher Anteil der beschlossenen Infrastrukturmittel fließt konkret in den Ausbau der S2?

Gerade Projekte, die fachlich vorbereitet sind und ein gutes Nutzen-Kosten-Verhältnis aufweisen, müssten jetzt priorisiert werden. Andernfalls droht, dass Milliarden verteilt werden, während umsetzungsreife Projekte weiter auf der Strecke bleiben.

Warum die S2 jetzt Priorität haben muss!

Eine Verlängerung der S2 bedeutet:

Die Voraussetzungen sind vorhanden. Die Finanzierungsinstrumente sind beschlossen. Was fehlt, ist Transparenz, Priorisierung und politische Klarheit.

Unser Anspruch

Nach Abschluss der Vorstudie und angesichts des beschlossenen Sondervermögens reicht es nicht mehr, auf „laufende Prüfungen“ zu verweisen.

Wir erwarten:

Denn Infrastruktur entscheidet über Entwicklung, Mobilität und Lebensqualität. Und eine S-Bahn, die mitten im Kreis endet, ist kein Zukunftsmodell.

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