S2 pünktlich machen! Aber wie?
Die Freidemokraten in Dietzenbach plakatieren beim Kommunalwahlkampf damit, die S2 endlich pünktlich zu machen und haben sogar einen Plan.
„Kaum ein Plakat hat uns jemals so viele Anfragen beschert, wie unser Plakat zur S2“, so der Vorsitzende der Dietzenbacher FDP, Kirill Steinert. „Für die Bürgerinnen und Bürger ist dieses Thema wirklich drängend und dennoch scheinen viele bereits zu resignieren, denn oft kommen Zweifel auf, wie das denn einzelne Politiker in einer Stadtverordnetenversammlung überhaupt machen wollen. Doch wir haben hier einen ganz konkreten Plan, wie wir dieses wirklich dicke Brett gleich von mehreren Seiten bohren wollen“.
Die FDP Dietzenbach bringt eine Petition zur Verlängerung der S-Bahn-Linie S2 über Dietzenbach hinaus auf den Weg. Ziel ist es, Transparenz über den Stand der Planungen herzustellen, die Politik stärker einzubinden und den seit gefühlt jahrzehntelang andauernden Stillstand zu beenden.

Hintergrund ist eine bereits seit dem Jahr 2020 abgeschlossene Vorstudie des Rhein-Main-Verkehrsverbundes, die eine Verlängerung der S2 in Richtung Rödermark, Dieburg und perspektivisch Darmstadt ausdrücklich empfiehlt. Trotz dieser fachlichen Grundlage und trotz angekündigter nächster Schritte fehlen bis heute belastbare öffentliche Informationen über den Stand der Planungsvereinbarung, der Vorplanung und der Nutzen-Kosten-Untersuchung.
„Der Slogan ‚S2 PÜNKTLICH MACHEN!‘ bedeutet für uns vor allem eines: Das Begonnene endlich konsequent fortzusetzen“, erklärt Dirk Hill, Stadtverordneter und Mitglied der FDP-Fraktion. „Pünktlichkeit und Ausbau der S2 sind kein Sprint, sondern ein langer Marathon. Wer immer nur über Symptome redet, aber die strukturellen Fragen ausklammert, wird am Ende keine verlässliche S-Bahn bekommen.“
Die FDP Dietzenbach macht zugleich deutlich, dass ein Ausbau der S2 allein die aktuellen Probleme im regionalen Schienenverkehr nicht vollständig lösen wird. Die anhaltende Unpünktlichkeit und die zahlreichen Zugausfälle im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes sind maßgeblich auf Personalmangel bei Fahrdienstleitern sowie auf Störungen und nicht besetzte Stellwerke zurückzuführen.
„Wer es ernst meint mit einem verlässlichen ÖPNV, muss Ausbau und Betrieb zusammendenken“, betont der FDP-Fraktionsvorsitzende Rolf von Kiesling. „Wir brauchen neue und bessere Infrastruktur, aber wir brauchen genauso funktionierende Stellwerke, ausreichend Personal und stabile Abläufe. Genau diese Kombination fordern wir auch in unseren Kommunalwahlprogrammen.“
Von Kiesling unterstreicht den überparteilichen Anspruch der Initiative: „Die S2-Verlängerung ist kein reines FDP-Projekt. Sie ist ein Projekt für die gesamte Region. Eine S-Bahn, die mitten im Kreis endet, schwächt Dietzenbach, den Kreis Offenbach und die Nachbarkommunen gleichermaßen. Dieses Thema eignet sich nicht für Parteitaktik, sondern verlangt Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg.“
Die FDP Dietzenbach verweist darauf, dass im Rahmen des vom Bund beschlossenen Sondervermögens erhebliche Mittel für Infrastruktur zur Verfügung stehen. Gerade deshalb sei jetzt der richtige Zeitpunkt, Farbe zu bekennen, ob und welche Anteile davon konkret in vorbereitete Schienenprojekte wie die S2 fließen.
„Unsere Petition richtet sich bewusst an alle Verantwortlichen und lädt alle demokratischen Parteien ein, sie zu unterstützen“, so Hill. „Nur wenn RMV, Deutsche Bahn, Land Hessen und Kommunen endlich gemeinsam handeln, wird die S2 am Ende pünktlicher, leistungsfähiger und zukunftsfähig.“
Die FDP Dietzenbach wirbt deshalb um eine möglichst breite Unterstützung aus Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft. Ziel ist es, den Ausbau der S2 und die Verbesserung der Betriebsqualität gemeinsam voranzubringen – sachlich, realistisch und im Interesse der gesamten Region.
„Dieses dicke Brett wird also gleich von mehreren Seiten gebohrt: Erstens starten wir eine Petition, damit dieses wirklich wichtige Unterfangen noch mehr Beachtung bekommt, zweitens möchten wir in den Stadtparlamenten und dem Kreisparlament Druck auf unsere Bürgermeister und den Landrat ausüben, die uns Bürgerinnen und Bürger bisher leider mit zu wenig Nachdruck im RMV vertreten und drittens wollen wir langfristig den Ausbau der S2 nach Süden voranbringen, damit unser Teilabschnitt endlich wichtiger wird und schon deshalb nicht mehr hinten runter fällt“, so Steinert abschließend.
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| Kirill Steinert Ortsvorsitzender 0160 – 337 2000 k.steinert@fdp-dietzenbach.de | Dirk Hill Stellvertretender Ortsvorsitzender 0160 – 9770 6226 dirk.hill@fdp-dietzenbach.de |
